JUMP TO:                                

Review: Nada Surf in der Haldern Pop bar 19.01.2012

Top-Aktuell geht anders. Zum Glück ist Musik zeitlos und auch Artikel über Konzerte lassen sich post mortem, ich meine post gig, also quasi auch lange nach dem Konzert noch gerne lesen. Zur Vorgeschichte, weshalb ich mich so sehr über die gewonnene Zuseh- und Zuhör-Erlaubnis des Nada Surf-Gigs in der Haldern Popbar am 19.01.2012 gefreut habe:

Anno 2008. Ich war auf der Einweihungsparty eines Freundes in Paris eingeladen und hatte bereits einige der selbst importierten Bremer Kaltgetränke mit Genuß runtergespült (Franzosen und Bier = Halderner ohne Spiegelzelt = Geht nicht). Da lief ein Song den ich nicht kannte und ich kannte an diesem Abend viele Songs nicht. Es war “Amateur” von Nada Surf. Völlig beseelt, eine so großartige Band für mich entdeckt zu haben, war ich froh am nächsten Morgen, oder war es Nachmittag(?), den Zettel mit dem draufgekritzelten Bandnamen wiedergefunden zu haben. Ein paar Wochen später auf dem Hurricane bin ich extra so nüchtern geblieben, dass ich den Auftritt noch ohne spätere Erinnerungslücken miterleben konnte, sie haben recht spät gespielt. Und es war eines der schönsten Festivalkonzerte die ich sehen durfte.

Die Popbar war angenehm gefüllt, Nigel Wright als Einmann-Vorband hat schön gespielt und ich war guter Laune. Und so wurde es ein etwas kurzes, dafür sehr intensives kleines Konzert einer Band mit Bart und charismatischer Ausstrahlung. Dass die Band trotz 20 jährigem Bestehen noch immer viel Spaß am miteinander Musik machen hat konnte man ganz besonders an Matthew Caws starker Live-Stimme und vor allem an den vielen kleinen jokes und Blicken die die Band reihum ausgetauscht haben, merken. Sie waren wohl aufgrund intensiver Promotionaktivitäten für ihre neues Album (The Stars Are Indifferent To Astronomy) etwas geschafft, daher der kurze Gig, was dem ganzen Abend aber kein Abbruch getan hat. Danke für dieses wundervolle intime Konzert.

comments

Comments are closed.