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Ghost Of Tom Joad – Scheitern als Chance

Ghost Of Tom Joad gaben vor einigen Wochen das letzte Konzert ihrer Bandgeschichte.

Wo? Natürlich in ihrer Heimatstadt Münster. Poetisch betrachtet könnte man die Wetterlage an diesem Abend als eine himmlisch metaphorische Verneigung vor ihrem letzten und mit Abstand besten Album betrachten. Der Himmel zog sich zu, es wurde pechschwarz über uns (Album: ´Black Musik`), es kam ganz kurz die Sonne raus und ein wunderschöner Regenbogen legte sich über das Gelände vor der Münsteraner Sputnikhalle bevor es anfing aus ganzen Kübelarmeen zu schütten. Ich empfand diese Szenerie als zauberhaft und irgendwie bezeichnend für diese Band.

Die Halle war gut gefüllt, die Band gut drauf, der Sound top, das Bier floß und so wurde es zu einem richtig guten Konzert. Nichtsdestotrotz vermisste ich so etwas wie die wahre, durchdrehende „Fanbase“, die ich bei diesem immerhin allerletzten Konzert erwartet hätte. Sehr viele Leute schienen sich zu kennen, als wäre es ein großer Freundeskreis der sich zum Musikhören trifft und Ghost Of Tom Joad gehörten halt dazu und spielten sogar noch Musik. Bevor das jetzt zu negativ klingt, die Stimmung war super, vielleicht meine Erwartung einfach zu groß.

Ghost of Tom Joad sind in den Jahren musikalisch gewachsen, wurden richtig gut, eine Band die nie wirklich die Wertschätzung erfahren hat, die sie verdiente. Sie spielten viele Touren als Vorband von bekannteren Kollegen, spielten viele, viele eigene Konzerte, machten 3 Platten, aber kamen in der Wahrnehmung der Musikfans nicht bedeutend vorwärts, so jedenfalls mein Eindruck.

So war es ein ebenso logischer, als vor allem auch beachtenswert mutiger Schritt die beste Platte der Bandgeschichte, die gleichzeitig eine der besten Platten des Jahres 2011 überhaupt war, abzuliefern um danach die Bandauflösung bekannt zu geben.

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